Archäologische Denkmale

Der „Große“ und der „Kleine Geldberg“
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Der Große (oben) und der Kleine Geldberg. Fotos: H.B.

In der Gemeinde Klein Vielen gibt es mehrere Hügelgräber aus der Bronzezeit (1800-800 v. Chr.). Sie sind sichtbare Zeichen bronzezeitlicher Bestattungen . In diesen Hügelgräbern wurden oft mehrere Menschen beigesetzt, die Frauen mit Schmuck-, die Männer mit Waffenbeigaben.
Wurde ein Toter beerdigt, so häufig in einem Baumsarg, der auf einem Steinpflaster standen und zusätzlich mit Steinen abgedeckt wurde. Ein so entstehender Hügel wurde noch mit Sand bedeckt.
An der Hügelbasis grenzten mancherorts Steinkränze den Ort von der Umgebung  ab.
Zu den Hügelgräbern in Klein Vielen gehören der „Große“ und der „Kleine Geldberg“.

Sie liegen an der Verbindungsstraße zwischen Klein Vielen und Adamsdorf, die im Volksmund „Kap-Straße“ oder auch „Europastraße“ genannt wird und von der aus man einen weiten Blick in die Landschaft zwischen Lieps und Havelquelle hat.
Der „Große Geldberg“ ist heute noch etwa sechs Meter hoch und hat einen Durchmesser von 30 Metern, der „Kleine Geldberg“ ragt sogar acht Meter aus der Landschaft und weist einen Durchmesser von 20 Metern auf.

Georg Christian Friedrich Lisch hat am „Großen blick-vom-kleinen-geldbergGeldberg“ im Jahre 1844 Ergebnisse von Grabungen beschrieben. Hier können Sie seine Forschungsergebnisse lesen.
Vom Großen Geldberg“ wie vom „Kleinen Geldberg“ hat man auf Wanderungen einen herrlichen Blick in die Landschaft.

Westlich von Hartwigsdorf in der Nähe der „Alten Salzstraße“ befinden sich zwei weitere Hügelgräber und an der Straße von Peckatel nach Hohenzieritz und im Peutscher Forst gibt es zwei weitere.
Nähere Informationen zu allen Hügelgräbern und weiteren früh- und vorgeschichtlichen Funden auf dem Gebiet der Gemeinde Klein Vielen finden sich zum Beispiel in dem Buch „Die vor- und frühgeschichtlichen Denkmäler und Funde des Kreises Neustrelitz“ des in Neustrelitz geborenen und dort 1975 begrabenen Archäologen Adolf Hollnagel  (1907-1975), erschienen in Schwerin 1958. Bei Hollnagels Grabungen wurde beispielsweise 1969 eine doppelköpfige, slawische Götterfigur auf der Fischerinsel im Tollesesee bei Neubrandenburg gefunden, die zu den bedeutendsten Sachzeugnissen slawischer Geschichte zählt.