Neues von der „Jahn-Kapelle“

Kapelle ohne Dach und Laterne

(kvev/3-2017) Kürzlich wurde nach der Dacheindeckung auch die beschädigte Laterne der „Jahn-Kapelle“ demontiert, weil sie restauriert und zum Teil erneuert werden soll.  Vertreter der Baufirma Werdermann und des Architekturbüros Peters (Neustrelitz) zeigten sich beeindruckt von der Konstruktion, die die Laterne zusammenhielt (siehe Foto).
Demontiert wurde auch die gusseiserne Kreuzblume, die das Dach schmückte und auf der noch die Kreuzspitze thronte.
Die Kreuzblume muss ebenfalls restauriert werden.
Die nebenstehende Fotocollage lässt die Schönheit, die die Kreuzblume als Abschluss der Laterne entfaltete, erahnen und bestätigt die Kunstfertigkeit desjenigen, der sie erschuf.
Sie muss, als der Kapellenbau in den 1850er Jahren fertig war, weithin sichtbar gewesen sein, denn auf dem Klingenberg standen anders als heute nur wenige Bäume.
Derzeit führt ein Student der Hochschule Neubrandenburg auf dem Klingenberg, an der Allee dorthin und im alten Gutspark Klein Vielen Untersuchungen durch, um das Alter der Bäume dort bestimmen zu können. Erste Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass auf dem Hügel selbst zur Erbauungszeit nur etwa ein Dutzend Bäume, vornehmlich Eichen, gestanden haben können, die vermutlich im Zusammenhang mit dem Bau gepflanzt wurden.

Welch ein Turmgewölbe!

Als Dach und Dachstuhl entfernt worden waren, kam das Turmgewölbe der Kapelle vollends zum Vorschein.
Nach erster Einschätzung wies es keine nennenswerten Schäden auf, ein Glücksfall für die weitere Sanierung.
Die Gewölbekonstruktion – hier von oben betrachtet – ist ebenso beeindruckend wie die Dachkonstruktion und die Kreuzblume. (Fotos: H. Behrens)