Baustellenreport „Jahn-Kapelle“

Hier dokumentieren wir von Zeit zu Zeit die Baufortschritte an der Jahn-Kapelle, auch als Dank an all diejenigen, die die Sanierung finanziell und durch ihre Fachkenntnisse unterstützen.

9. Juni 2017
Langsam nimmt das Obergeschoss wieder Formen an.
Stück für Stück stellen die Maurer das Mauerwerk der Außenwand wieder her. Stein für Stein wird abgetragen und wieder eingesetzt. Schadhafte Gesimssteine und Nonnenköpfe müssen saniert und teilweise erneuert werden, eine mühsame Kleinarbeit, bei der sich die Maurer als wahre Künstler erweisen.
Dabei verwenden sie so viele alte Mauersteine wie möglich.
Die Fotos lassen langsam erahnen, wie das Obergeschoss des Buttel-Bauwerks nach seiner Sanierung wieder aussehen wird.

26. Mai 2017
Seit drei Wochen sind die Bauarbeiter mit dem Wiederaufbau der Strebepfeiler und des Gesimses beschäftigt, um die Tragfähigkeit des Obergeschosses für den Wiedereinbau der Laterne zu gewährleisten.
Etliche Nonnenköpfe und Gesimssteine müssen aber auch neu hergestellt werden.

4. Mai 2017
Die Bauarbeiter beginnen, schadhafte Teile im Mauerwerk der Außenwand abzutragen, um die Vorbereitungen für die Sanierung von Dach und Laterne zu treffen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten sich in der Außenwand im Obergeschoss der Kapelle Birken ansiedeln, die im Mauerwerk durch ihre Wurzelbildung erhebliche Schäden angerichtet haben. Die Bauarbeiter begannen damit, zunächst das Mauerwerk der Außenwand herunterzubauen und die Wurzelreste zu entfernen.

April 2017: Kapelle ohne Dach und Laterne
Kürzlich wurde nach der Dacheindeckung auch die beschädigte Laterne der „Jahn-Kapelle“ demontiert, weil sie restauriert und zum Teil erneuert werden soll.  Vertreter der Baufirma Werdermann und des Architekturbüros Peters (Neustrelitz) zeigten sich beeindruckt von der Konstruktion, die die Laterne zusammenhielt (siehe Foto).
Demontiert wurde auch die gusseiserne Kreuzblume, die das Dach schmückte und auf der noch die Kreuzspitze thronte.
Die Kreuzblume muss ebenfalls restauriert werden.
Die nebenstehende Fotocollage lässt die Schönheit, die die Kreuzblume als Abschluss der Laterne entfaltete, erahnen und bestätigt die Kunstfertigkeit desjenigen, der sie erschuf.
Sie muss, als der Kapellenbau in den 1850er Jahren fertig war, weithin sichtbar gewesen sein, denn auf dem Klingenberg standen anders als heute nur wenige Bäume.
Derzeit führt ein Student der Hochschule Neubrandenburg auf dem Klingenberg, an der Allee dorthin und im alten Gutspark Klein Vielen Untersuchungen durch, um das Alter der Bäume dort bestimmen zu können. Erste Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass auf dem Hügel selbst zur Erbauungszeit nur etwa ein Dutzend Bäume, vornehmlich Eichen, gestanden haben können, die vermutlich im Zusammenhang mit dem Bau gepflanzt wurden.

Welch ein Turmgewölbe!
Als Dach und Dachstuhl entfernt worden waren, kam das Turmgewölbe der Kapelle vollends zum Vorschein.
Nach erster Einschätzung wies es keine nennenswerten Schäden auf, ein Glücksfall für die weitere Sanierung.
Die Gewölbekonstruktion – hier von oben betrachtet – ist ebenso beeindruckend wie die Dachkonstruktion und die Kreuzblume.

Beginn der Grundsanierung
Die statische Grundsanierung der „Jahn-Kapelle“
in Klein Vielen kann beginnen.
Im Spätherbst wurde die Kapelle eingerüstet.
Möglich gemacht wird die Baumaßnahme durch eine Förderung aus dem EU-Programm LEADER.
Für die Finanzierung darüber hinausgehender Sanierungsmaßnahmen konnte auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gewonnen werden. Und viele Menschen spendeten für die Stiftungsaktion „Denkmal in Not“, in die das Kapellenprojekt aufgenommen wurde. Ganz herzliches Dankeschön allen, die das Projekt finanziell oder durch ihr Fachwissen unterstützen.