Baustellenreport „Jahn-Kapelle“

Hier dokumentieren wir von Zeit zu Zeit die Baufortschritte an der Jahn-Kapelle, auch als Dank an all diejenigen, die die Sanierung finanziell und durch ihre Fachkenntnisse unterstützen.

3. Juli 2017
Ein schöner Bericht über den „Stand der Dinge“ erschien heute im „Strelitzer Kurier“, der Lokalausgabe des Nordkurier. Hier können Sie den Artikel im „Nordkurier“ vom 3.7.2017, S. 16 lesen… mehr

Ein kleiner Vorher-Nachher-Vergleich des Zustandes im Obergeschoss im April und Juni 2017.

30. Juni 2017
In wenigen Tagen ist es geschafft. Das Tragwerk für das Dach und die Laterne wird wiederhergestellt sein.  Das Dach und die Laterne werden zur Zeit hergestellt bzw. restauriert.
Die Maurerkünstler haben für die Vorbereitung des Dach-Wiederaufbaus die acht Strebepfeiler allesamt fast vollständig wieder aufgemauert und – sofern die Elemente noch vorhanden waren – mit den Strebepfeiler-Gesimssteinen versehen, sodass zu gegebener Zeit auch die Fialen wieder gen Himmel wachsen können.
Das Foto zeigt, wenn der obere mit dem unteren Bereich verglichen wird, wie der Zustand vor der Restaurierung war.
Auch die Bogen-Friese, die das Mauerwerk gliedern, wurden entsprechend der Menge der noch vorhandenen Zierelemente restauriert. In beiden Fällen müssen fehlende Bauelemente noch hergestellt und geliefert werden, bevor sämtliche Verzierungen in altem Glanz erstrahlen. Das Foto oben rechts zeigt bereits die ganze Pracht, die sich zeigen wird, wenn alle Fries-Elemente des Oktogons wiederhergestellt sein werden. 
Auch die Kreuzblume (Blume und Kreuz aus Zinkguss), die die Laterne  bekrönt, muss noch restauriert werden. Das Foto zeigt die Kreuzblume ohne das an der Spitze aufragende Kreuz.
Die nebenstehende Fotocollage lässt die Schönheit, die die Kreuzblume als Abschluss der Laterne entfaltete, erahnen und bestätigt die Kunstfertigkeit desjenigen, der sie erschuf.
Sie muss, als der Kapellenbau in den 1850er Jahren fertig war, weithin sichtbar gewesen sein, denn auf dem Klingenberg standen anders als heute nur wenige Bäume.

9. Juni 2017
Langsam nimmt das Obergeschoss wieder Formen an.
Stück für Stück stellen die Maurer das Mauerwerk der Außenwand wieder her. Stein für Stein wird abgetragen und wieder eingesetzt. Schadhafte Gesimssteine und Nonnenköpfe müssen saniert und teilweise erneuert werden, eine mühsame Kleinarbeit, bei der sich die Maurer als wahre Künstler erweisen.
Dabei verwenden sie so viele alte Mauersteine wie möglich.
Die Fotos lassen langsam erahnen, wie das Obergeschoss des Buttel-Bauwerks nach seiner Sanierung wieder aussehen wird.

26. Mai 2017
Seit drei Wochen sind die Bauarbeiter mit dem Wiederaufbau der Strebepfeiler und des Gesimses beschäftigt, um die Tragfähigkeit des Obergeschosses für den Wiedereinbau der Laterne zu gewährleisten.
Etliche Nonnenköpfe und Gesimssteine müssen aber auch neu hergestellt werden.

4. Mai 2017
Die Bauarbeiter beginnen, schadhafte Teile im Mauerwerk der Außenwand abzutragen, um die Vorbereitungen für die Sanierung von Dach und Laterne zu treffen.
Nach dem Zweiten Weltkrieg konnten sich in der Außenwand im Obergeschoss der Kapelle Birken ansiedeln, die im Mauerwerk durch ihre Wurzelbildung erhebliche Schäden angerichtet haben. Die Bauarbeiter begannen damit, zunächst das Mauerwerk der Außenwand herunterzubauen und die Wurzelreste zu entfernen.

April 2017: Kapelle ohne Dach und Laterne
Kürzlich wurde nach der Dacheindeckung auch die beschädigte Laterne der „Jahn-Kapelle“ demontiert, weil sie restauriert und zum Teil erneuert werden soll.  Vertreter der Baufirma Werdermann und des Architekturbüros Peters (Neustrelitz) zeigten sich beeindruckt von der Konstruktion, die die Laterne zusammenhielt (siehe Foto).
Demontiert wurde auch die gusseiserne Kreuzblume, die das Dach schmückte und auf der noch die Kreuzspitze thronte.
Die Kreuzblume muss ebenfalls restauriert werden.
Derzeit führt ein Student der Hochschule Neubrandenburg auf dem Klingenberg, an der Allee dorthin und im alten Gutspark Klein Vielen Untersuchungen durch, um das Alter der Bäume dort bestimmen zu können. Erste Ergebnisse lassen den Schluss zu, dass auf dem Hügel selbst zur Erbauungszeit nur etwa ein Dutzend Bäume, vornehmlich Eichen, gestanden haben können, die vermutlich im Zusammenhang mit dem Bau gepflanzt wurden.

Welch ein Turmgewölbe!
Als Dach und Dachstuhl entfernt worden waren, kam das Turmgewölbe der Kapelle vollends zum Vorschein.
Nach erster Einschätzung wies es keine nennenswerten Schäden auf, ein Glücksfall für die weitere Sanierung.
Die Gewölbekonstruktion – hier von oben betrachtet – ist ebenso beeindruckend wie die Dachkonstruktion und die Kreuzblume.

Beginn der Grundsanierung
Die statische Grundsanierung der „Jahn-Kapelle“
in Klein Vielen kann beginnen.
Im Spätherbst wurde die Kapelle eingerüstet. Wie bedauernswert der Zustand der Kapelle ist, erschließt sich ein wenig aus dem Foto vom Februar 2017. Im Obergeschoss hatten sich Birken angesiedelt und das gesamte Mauerwerk durchwurzelt, das auseinanderzubrechen drohte.
Möglich gemacht wird die Restaurierungsmaßnahme durch eine Förderung aus dem EU-Programm LEADER.
Für die Finanzierung darüber hinausgehender Sanierungsmaßnahmen konnte auch die Deutsche Stiftung Denkmalschutz gewonnen werden. Und viele Menschen spendeten für die Stiftungsaktion „Denkmal in Not“, in die das Kapellenprojekt aufgenommen wurde. Ganz herzliches Dankeschön allen, die das Projekt finanziell oder durch ihr Fachwissen unterstützen.
Und auch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung spendet. Durch ihre Spende soll die Wiederherstellung der Eingangstür mitfinanziert werden.